Die 10 Gebote

Gibt es im Internet nicht, und wird es wahrscheinlich auch nie geben. Schade, denn wenn man die aktuelle Diskussion über Wulff oder Megauploud verfolgt, steigt der Blutdruck. Rapide.

Wir können es drehen und wenden, aber was Megauploud ausmachte, war die Tatsache schnell illegal neue Filmen, Programme, Serien runter laden zu  können. Ja, es gibt noch viele anderen Seiten, die das gleiche anbieten, und es ist auch kein Geheimnis: schließt eine Seite stehen sofort 10 andere auf der Matte. Aber dieses schönreden, von wegen „es ist doch kein Diebstahl, nur gerechte Umverteilung“ ödet mich an, es ist falsch. Oder man hat wirklich kein Unrechtverständnis dabei oder man ist wirklich abgebrüht. Sich aber in die Öffentlichkeit hinstellen und eine Erklärung abgeben wie die Piraten es taten: „Rechtlich gesehen bieten Filehoster etwa die gleiche Dienstleistung wie ein Lagerhallenbetreiber an – es wäre absurd, diesen für das Verhalten seiner Kundschaft verantwortlich zu machen“ ist ein Schlag in’s Gesicht von Künstlern, Programmierern und Co.

Kein Wunder das MoApp seinen Frust darüber im Blog niederschrieb „A ist nicht B, und schon gar nicht C„. Fast wie erwartet gab es auch jede Menge Kommentare dazu, die an ein Gerechtigkeitsbewusstsein einiger Mitmenschen zweifeln lässt. Das selbe konnte man auch zum Eintrag „Umsonst geht nicht immer:über Kostenlosmentalität, Musik und andere Dienste“ von Caschy beobachten.

Ja, wir haben alle keine weiße Weste, sogar ein Wulff nicht. Aber die Augen davor zu verschließen, oder sogar noch damit prahlen, ist das Letzte. Wir müssen unsere Einstellung ändern, je schneller umso besser. Ansonsten bieten wir all denjenigen ein Angriffsfläche, die im Internet nur einen Sumpf sehen, der ausgetrocknet werden muss. Je schneller umso besser.