HappyBuddha

Minimal : Sicherheit

Gleich vorweg: es gibt keine 100 % Sicherheit. Dazu tragen oft 2 Faktoren bei:

A. Der technische Fakor.

Bestes Beispiel (selbst erlebt) DIE Panne bei blog.de. Blog.de (alter ehem. deutscher Bloganbieter) bot eine Funktion “Eintrag nur für Freunde veröffentlichen” an. Sprich, sobald ein Eintrag fertig war, konnte ich bestimmen welche Person genau ihn lesen darf. In der Regel Leuten denen ich bei Blog.de folgte, und sie mir. Alle anderen sahen nichts.

Dann (genauer Grund für mich immer noch unklar) gab es einen Abend an dem alle privaten Einträge schlagartig öffentlich wurden. Trotz Funktion “Eintrag nur für Freunde veröffentlichen”. Jaa, da ging “der Punk” ab.

  • einerseits infomierten Nutzer sich gegenseitig (gerade die User die geraden nicht online waren, aber via Smartphone erreichbar) “Bei dir ist alles zu lesen, schnell, Einträge löschen oder auf Entwurf stellen”.
  • andererseits (und da kommt der menschliche Faktor ins Spiel) bot sich DIE Gelegenheit um User die ein Dorn im Auge war gegen die Wand zu fahren. DER perfekte Augenblick um ihren Blog zu durchsuchen, Screenshots mit privaten Einträgen, Fotos, zu erstellen und später um die Ohren zu hauen.

Fazit: vertraue nie blind der Technik.

B. Der menschliche Faktor.

Am Beispiel Blog.de konnte man es gut beobachten: User die einem schon immer unsympathisch waren, konnten so öffentlich “ausspioniert” werden. Ja, was kann auf einem Blog schon viel stehen … Wenn man sich da nicht täuscht. Gerade Funktion “liest nur xyz” kann Mensch schon verleiten privates zu posten. Immer mit dem Gedanken: liest ja nur meine besten Freunde, was soll da groß schief gehen. Ging es aber. 😉 Nicht jeder ist einem gut gesonnen in diesem Internet, und damit müssen wir halt leben

Fazit: erst überlegen dann schreiben.

Davon ausgehend das: keine 100 % Sicherheit gibt, Fehler immer wieder passieren, wie nun “Minimal und Sicherheit” in Einklang bringen? Habe mir da paar Punkte heraus gearbeitet, damit lässt sich schon einiges vermeiden.

  1. Persönliche Richtlinien erarbeiten wie eigener Internetaufritt passieren soll. Klar, im Impressum steht Anschrift, aber muss ich 100x Fotos meines Hauses, Familie, Eltern, Oma, öffentlich ins Netz stellen? Für sich selbst bestimmen, welche Themengebiete niemanden interessieren sollten. Eigene Grenzen ziehen.
  2. Kein Alkohol, Drogen, Sex Status, posaunen. Auch wenn es gerade sooo geil läuft. 😉
  3. Kein lästern, üble Nachrede.
  4. Die sportliche Fraktion: überlegen ob du jede sportliche Aktivität auf zich Plattformen stolz präsentiert werden müss.
  5. Wichtige Unterlagen nie in der Cloud ablegen. Auch wenn gerade so toll wäre auf unterschiedliche Geräte bearbeiten zu können.
  6. Wenn Cloud genutzt wird: wer ist Betreiber? Wo stehen Server? Können Daten zusätzlich verschlüsselt werden?
  7. Wenn du dir Passwörter nicht merken kannst, nutze Papier und Stift zum notieren. Wenn App, dann aber kein Sync, kein Cloud.
  8. Versuche Überblick zu behalten, wo du überall einen Account hast
  9. Trenne dich von Communitys in denen du dich nicht wohlfühlst.
  10. Gebe nie von Dir zu viel Preis
  11. Habe nie das Gefühl alles 100 % im Griff zu haben.
  12. Ja, auch wenn Facebook es gar nicht gerne sieht: Nickname geht klar. 😉

Natürlich, wenn jemand sagt: “mir egal, habe nichts zu verbergen, im Gegenteil, alle können mein Leben mitleben”, damit kann ich gut leben. Ist ihre Entscheidung, und da werde ich mich garantiert nicht einmischen.


Und jetzt ihr da draußen, immer her damit:

  • Ergänzungen?
  • Kritik?
  • Zustimmung?

5 Comments

  1. Bei den Punkten 1 bis 12 stimme ich dir vollkommen zu.
    Nur bei Punkt 7, sollte ich das mal überdenken. Ich benutze für meine PWs eine App und synce die auch. Ein Zettel kommt für mich nicht in Frage, wäre auch für unterwegs ziemlich umständlich, erst abzulesen und dann zu tippen.

    Das mit der Synchronisation ist extrem bequem und da liegt glaube ich der größte Fehler bei den meisten, inkl. mir. 😉

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