Soziale Nomaden, oder der Fluch des Web 2.0



Ich habe damit sicher niemanden Erleuchtet, im Gegenteil, ich suche selber noch die Antwort darauf, wie ich damit umgehen kann. Aber der Verdacht drängt sich mir schon auf.

Zuletzt merkte ich es bei Quora. Dank einer Einladung konnte ich einen Account eröffnen, und nach ein paar Tagen hatte ich die halbe Twitteria in der Freundesliste. Nicht das es meinem Ego nicht schmeichelt, aber steckt dahinter nicht immer das selbe Prinzip ?

Person A teilt mit: „Bin jetzt bei xyz, schaut sehr nett aus.“
Daraufhin Frage von B, C, D „Was ist xyz“-, eventuell mit Diskussion, „Brauchen wir das wirklich“, oder im schlimsten Fall,kleine Datenschutz-Debatte. Letztendlich läuft das ganze aber darauf hinaus, das man sich doch anmeldet. Anschließend mit voller Begeisterung dabei, bis es wieder heißt:
„Bin bei abc, coole Sache“

Und was soll daran schlimm sein? Man kennt sich, man trifft sich …

Im Prinzip richtig, aber ist das alles?

Ich persönlich, möchte neue Kontakte knüpfen, neue Impulse bekommen. Wenn ich aber, überzogen gesagt, überall die selben Gesichter treffe, dreht man sich immer im Kreis. Anderseits, wenn ich in „xyz“ von Online Freunden angesprochen werde, kann ich auch nicht Antworten „Kennen wir uns?“ Gehört sich nicht.

Einfach nicht bekannt geben, das man in „xyz“ ist ? Kann gut gehen, bis man entdeckt, das es eine Funktion gibt: „Finde deine Freunde von Twitter, Facebook“ *örks*. Ist es schlimm, fast überall die gleichen Freunde zu haben? Oder ist das der Fluch des Web 2.0? Haben wir vielleicht auch einen „Virtuellen Herden-Zang“

Ich habe keine Antwort. Wie denkt ihr darüber?? Egal, oder doch nicht?