Vom Scheitern

Ja, wir alle scheitern.

Einige seltener, andere öfters. Und egal welchen sozialen Status wir haben, im Scheitern verbindet uns zweierlei:

  • das Gefühl versagt zu haben
  • der Gedanke: wie geht es weiter

Aber, gerade beim Gedanken “wie geht es weiter” ist sie auch schon wieder dahin, unsere Gemeinsamkeit, denn jeder hat darauf eine andere Antwort.

Wie ich Scheitern sehe

Für mich ist Scheitern ein Zeichen dafür das ich bei einem Projekt mit meiner inneren Einstellung nicht weiter gekommen bin. Gemeint ist die Einstellung mit der ich ans Projekt heran getreten bin. Deshalb überlege ich danach:

  • was ging schief
  • wo hätte ich anders reagieren sollen
  • was habe ich nicht kommen sehen, nicht hätte kommen sehen
  • war Idee vom Anfang an nicht zum Tod verurteilt (worst case)

Mit den Antworten auf die oben stehenden Fragen, geht es dann erneut an die Arbeit. Natürlich, wenn auf Frage 3 ein JA als Antwort kommt kann man sich die Arbeit auch sparen. 😉

Auf jeden Fall versuche ich nicht in die klassische Gedankenfalle zu tappen: “natürlich sind die ANDEREN Schuld, das ich gescheitert bin.” Selbst wenn andere meine Arbeit torpedieren wollen, sollte ich das immer noch rechtzeitig erkennen und die Reißleine ziehen. Oder den “jetzt erstrecht” Gang einlegen. 😉

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Back to the …

( oder wieso wollen wir eigentlich immer öfter zurück)

Schon mal darauf aufmerksam geworden? Wenn man Diskussionen verfolgt wollen wir gefühlt 99% immer paar Schritte zurück:

  • “früher war alles besser” (DER Klassiker!)
  • “wir brühen jetzt unseren Kaffee selber auf, ohne teure Maschine”
  • “wir kochen jetzt wieder Marmelade wir damals unsere Oma”
  • “Brot selber backen, natürlich! wir früher.”
  • “jetzt steht auch hier eine gute alte Spielkonsole, natürlich zum spielen …”
  • “ihr kauft doch auch wieder Vinyl, oder??? ein muss.”

Wobei es auch Themen gibt, die früher selbstverständlich an der Tagesordnung standen, interessanterweise von diesem “Back to the roots” aber nicht “betroffen” sind.

  • Religion. Früher wurde gefastet, Sonntags ging es zur Messe, usw. Jetzt 1x Jahr zu Weihachten ein Kirchenbesuch, und das muss reichen.
  • Tugend & Erziehung, da könnte man das Gefühl bekommen, viele haben sie irgendwo verloren

Wieso eigentlich?

  • Abneigung dem “Neuen” gegenüber?
  • oder das Gefühl “wir müssen doch nicht jeden neuen Trend mitmachen” ?
  • oder sich dadurch von anderen abheben nach dem Motto “Ihr habt doch keine Ahnung was gut ist, aber wir …”

Suche noch gute Erklärungen. 😉

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16 KW 2017

Und wieder eine Woche vorbei.

  • Seit Jahren wieder eine Predigt gelesen. Solltet ihr auch tun. 😉 Heiko Kuschel auf Twitter: “Frohe Ostern! Dieses Jahr keine neue Osterpredigt von mir, dafür diese schöne alte: Die Ampel zeigt blau.”

  • Wenn ihr sicher gehen wollt: “macOS: How To Disable Webcam on Your Mac”. Gibt auch einige Apps dafür, wollte ich nebenbei mal erwähnen.

  • Witzig!! #Autodraw. Jetzt kann jeder malen, bzw. wenn ein Algorithmus erkennt was ich malen möchte. 😉

  • Die Drohnen kommen.

    Wie liefert denn die Drohne an meiner Haustür ab? Schmeißt sie mein Paket mit dem Fallschirm ab? Landet sie? Wo denn, wenn ich im fünften Stock wohne? Etwa auf dem Fensterbrett? Andererseits eröffnet die Ortsungebundenheit der Drohnen-Belieferung die schönsten Möglichkeiten: Der Grillabend auf dem Sportplatz oder an der Grillstelle in der Pampa läuft so gut, dass Bier und Würstchen schon um halb acht aus sind? Smartphone raus und die 30-Minuten-Drohnenbestellung angeklickt!

  • Zur Wahl in Frankreich, kann aber auch auf Deutschland angewendet werden. “Frankreich vor der Wahl: Édouard Louis über die vergessene Arbeiterklasse”

    Meine Eltern steckten die Stimmzettel mit den Namen der Le Pens am Wahltag in die Wahlurne, um sich für diese Unsichtbarkeit zu rächen. Für sie ging es nicht um ein bestimmtes politisches Programm oder eine Meinungsäußerung. Es war ihr verzweifeltes Bemühen, von den anderen wahrgenommen zu werden.

  • Wie ein großes Problem klein gerechnet wird.

    Die Schlankheitswelle kommt wieder ins Rollen. Das Flaggschiff zur Anbetung von Untergewicht ist sicherlich “Germany’s next Topmodel”. Zahllose junge Mädchen nehmen dies zum Maßstab ihres jungen Lebens. Und kentern damit, wie ein leichtes Boot in schwerem Sturm. Ein Kommentar von Udo Pollmer.

  • INFINITE SCROLL.

    Infinite Scroll ist ein sehenswerter und schön animierter Kurzfilm von Pete Henderson, der vermeintlich perfekte Social Media Einträge (mit Blick auf die oftmals inszenierten und vorgefertigten Posts) kritisch hinterfragt. Das muss man wohl nicht weiter erläutern.

  • Nutzt ihr auch Finstagram?

    Das Finsta-Phänomen ist ein weiterer Beweis, dass Erwachsene nicht Angst haben müssen, Jugendlichen einen Raum wegzunehmen, wenn sie soziale Netzwerke nutzen. Diese schützen Räume: Nicht primär mit technischen Maßnahmen, sondern mit Verfahren, die Jugendliche schon immer zum Schutz ihrer Privatsphäre eingesetzt haben. So schützen sie sich auch gegen den »context collapse«, also das Phänomen, dass Social Media verschiedene soziale Kontexte engführen und Eltern plötzlich das Gesicht sehen könnten, das Jugendliche ihren Peers zeigen wollen.

  • Apropo Fake: Mein Facebook Fakeprofil, oder: Wie Facebook beim Überprüfen von Profilen versagt. Facebook, ho ho ho ho.

  • Podcast: Elisabeth I. von England: Eine Frau mit dem Herzen eines Königs

    Unter Elisabeth I. stieg England zur Seemacht und zum Empire auf. Die unverheiratete “Virgin Queen” galt als ebenso unberührbar wie ihr Inselreich, das damals auch kulturell erblühte.

  • Podcast: Kryptografie: Schutz vor Hackern und Geheimdiensten?

    Schon die Spartaner haben geheime Botschaften verschluesselt, heute ist nur die Technik raffinierter. Kryptografische Verfahren stecken in Emails, Reisepässen, Onlinebanking und autonomen Autos.

  • Podcast: Das Tibetische Totenbuch – Reiseführer für Sterbende

    Nun, da mir der Bardo des Todes dämmert – Im Augenblick des Todes, so lehrt das Tibetische Totenbuch, begegnen wir uns selbst und es ist gut zu wissen, wer wir wirklich sind.

  • Podcast: Flaneure der Aufmerksamkeit – Wie sich unser Bild von Prominenz wandelt

    Was zeichnet Prominenz aus? Warum gilt sie als so erstrebenswert? 15 Minuten Berühmtheit für jede oder jeden hat Andy Warhol einst prognostiziert. Ob die neuen Medien dieses Versprechen heutzutage einlösen, hat sich Tim Wiese in seinem Feature näher angesehen.


One more thing


Weitere #Wochenrückblicke?? Gerne >> Björn , Thomas , Langeweile dich nichtdie ennomaneKaffee & Beats, Musikalischer Ausblick, Luca, Nero, Melanie.

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TAC – Gropius

Diesen Monat wurde es kein neues Bild. Dafür ist Leidenschaft für Alltagsgegenstände die nebenbei Meilensteine des Designs sind, wider voll entfacht. In diesem Fall schlug das Herz höher bei einer Teekanne von Walter Gropius.

ac teeservice
auf der basis von halbkugel und zylinder wird die teekanne tac von einer stromlinienform bestimmt. die konkave wölbung der ausgusstülle wird spiegelverkehrt im henkel der kanne wieder aufgenommen. der griff des kannendeckels ist optische verlängerung des henkels. eine besonderheit im verborgenen: im deckel kann ein porzellanes teesieb, eingedreht werden. milch- und zuckerdöschen im emsemble bilden alle formelemente der kanne ab. der kannengriff findet sich – um 180° gedreht – in den henkel der tassen wieder. (oem)

Zitat: Bauhaus-Archiv

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Minimal Kleidung

Es gibt einen Punkt in meiner Minimal Reihe um den ich mich gedrückt habe, wie ein Rind vor der Schlachtbank. Kleidung. Schon alleine aus dem Grund: faire Kleidung finden, nicht zu viele Kleidungsstücke besitzen, usw. Fand da keinen richtigen Umgang damit. Würde da nicht vor Angst sprechen, eher Respekt.

Aber, wie auch immer, endlich 2 Einträge darüber auf einem benachbarten Blog gefunden, die ich sofort unterschreibe. Und mit den Hinweiß auf die beiden, schließe ich Kapitel: Kleidung Minimal ab.

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Sei frei

Vor Jahren, haben einige nach ihrem Schulabschluss die Koffer gepackt, das angesparte Geld in einen VW-Bus investiert und fuhren einfach drauflos. Gelobtes Land war dabei oft Afghanistan, Indien, oder wenn es nicht so weit sein sollte: Spanien. Man lernte fremde Kulturen kennen und lieben, genoß sicher das eine oder andere Rauschmittel, entdeckte fremde Religionen und kam dabei als anderer Mensch zurück.

Heutzutage, wird nach der Ausbildung so schnell wie möglich ein gut bezahlter Job gesucht. Geld ist Macht, ist Sicherheit, ist Zukunft. Aber ist das so?

Wieso nur gilt persönliches Aussteigen, auch wenn nur auf Zeit, als unzeitgemäß? Wir haben bis zur Rente noch jede Menge Zeit um zu malochen und einstige Pläne zu versenken.

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Vergänglichkeit

Ja, sie führen es mir immer vor Augen. Sie sind viel älter als ich und werden auch noch paar Jahrzente da sein während meine Asche schon längst verweht ist …

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