1 schritt vor, 2 zurück

Oder die Saarbrücker Zeitung und das Web 2.0.

Letztens noch über die iPhoneApp der Saarbrücker Zeitung gebloggt, und gefreut das ich nun unterwegs über das neuste informiert bin und nun das.

Die Saarbrücker Zeitung „entdeckt“ in der aktuellen Ausgabe das Thema Twitter wieder, und wie bereits beim ersten Mal, natürlich als Nonsens Wüste. Diesmal geht es nicht um Twitter alleine, nein, „die Politiker“ sind auch dran.

Der Autor bemängelt, (soweit ich mich erinnere war es sogar der selbe wie beim ersten Eintrag) unsere Volksvertreter schicken sowieso nur banales bis belangloses durchs Internet das sowieso niemanden interessiert. Anstatt : „Ein verantwortungsbewusster Umgang mit sozialen Netzwerken im Internet scheint für Volksvertreter schwierig, obwohl dies von den Bürgern verlangt wird.“

Klar, viele Nachrichten auf Twitter sind nicht immer „pädagogisch Wertvoll“. Aber es gibt einen Riesenvorteil, den der Autor nicht erkennt, oder erkennen will.

Das Menschliche hinter dem Account.

Gerade mit Politikern, die sowieso in den Augen der meisten Menschen „nicht gerade viel schaffen“ hat man die Möglichkeit ins Gespräch zu kommen. In der Regel erhält man auch gleich eine Antwort, und man merkt schnell wer Twitter nur als Selbstdarstellung nützt oder wirklich wissen möchte wie die Stimmung im Land ist. Außerdem erhält man auch einen Einblick in ihren Alltag, kann Diskussionen mit Politikern aus anderen Parteien verfolgen und so seine persönliche Rückschlüsse ziehen.

Leider erweckt der Autor den Eindruck, das Thema Internet ist nicht gerade sein Revier. Kein Problem, man kann auch nicht alles wissen, aber dafür gibt es auch die Recherche.

Ok, eigentlich kann man diesen Artikel lesen, schmunzeln und wieder vergessen aber für mich ist es ein Anzeichen, das auch die Saarbrücker Zeitung so ihre Probleme mit dem Internet hat. Vorbei die Zeiten als man der Gatekeeper war..

Mehr zu Thema kann man auch, bei denen von mir sehr geschätzten, Andrea Juchem, Armin König und Tim Rozenski nachlesen. Einen interessantes Interview über Politik und Web 2.0 gibt es bei PonyQ „(Keine) Politische Partizipation ?“

Den Zeitungsartikel kann man komplett nachlesen bei Roman Baltes.