Abgrenzung

Passt ganz gut zu dem Podcast den ich aktuell höre. Da geht es im weitesten Sinne um einen jungen Chefkoch der mit allen per „Du“ war. Irgendwann entschließt er zu differenzieren wer ihn „DUzen“ oder „SIEzen“ kann. (oder muss) Klar, das sich danach einige wundern, aber hej, er ist nun mal der Chef und kann es einfordern.

Kann mich noch gut an meinen alten Chef erinnern, er unterteilte ebenfalls in „DU“ und „SIE“, ich war auf „Du“ Seite, andere nicht. Wieso fand ich nie raus, vielleicht hätte ich ihn auch einfach fragen sollen. 😉

Abgesehen von verbalen Umgangsformen, kann man sich herrlich mit Kleidung abgrenzen. Bestes Beispiel: Subkulturen. Wobei so ganz 100% klappt das auch nicht immer. Nur weil ich als Punk durch die Gegend laufe, bedeutet nicht immer das mich andere Punks akzeptieren. Da willst du dich anderen asnchließen, und dann klappt das nicht so leicht. Auf jeden Fall setze ich damit ein Statement, auch wenn es nur „Geht mir aus der Sonne“ ist. Abgegrenzt.

Abgrenzung kann auch als ein „Reiben an der Gesellschaft“ gesehen werden. Man will nicht mit der großen graue Masse mitlaufen, also sucht man „seine“ Nische. Sprich: Subkultur. Nische kann wiederum auch als Familienersatz dienen. Familienmitglieder tragen den selben Namen, bei Subkulturen sind es gemeinsame Werte, Kleidung, innere und äußere Haltung. Finde ich persönlich ok & normal.

Ganz spannend wird es wenn sich Menschen gegenüber stehen mit verschiedenen Ansichten, da sie aus unterschiedlichen Milieus kommen. Oder sind so festgelegt das sie eine klare Grenzen ziehen oder es passiert das:

Man entdeckt einen gemeinsamen Nenner, Interesse, Hobby, hat plötzlich eine gemeinsame Schnittmenge, egal wie klein diese ist. Einmal gefunden kann man sie vertiefen, kommt sich dadurch menschlich näher oder lässt es nicht zu. Abgrenzung halt.

Wie ich es mit Abgrenzung halte?

Ich unterteile in „Privat“ und „Öffentlich“. Egal ob Kleidung, oder Meinung, beide sind unterschiedlich, aber zusammen ergeben sie ein Ganzes. Ich. Öffentlich hält man sich eher dezent zurück, eigene Meinung gibt es hingegen unter „Privat“, im kleinen Kreis. Lese dazu auch „Sprechblase“.

Wieso ausgerechnet diese Unterteilung?

Ich finde es nicht passend zu allem seinen Meinung öffentlich kundzutun. Nicht weil sie eventuell aus dem Rahmen fällt, ich wurde nun mal halt so erzogen. Eigenen Wurzeln sind eher im Konservativen zu finden.


ps. finde es unheimlich interessant bei Menschen Schnittmengen zu finden, wo du Anfangs denkst: „oha …“