Assange – Robin Hood oder Taschenspieler

2009 hörte ich zum ersten Mal von Wikileaks und fand die Idee dahinter genial. Brisante Dokumente die nie den Weg an die Öffentlichlichkeit finden würden, können dort Anonym eingesendet werden. Nach einer genauen Prüfung auf Authentizität werden sie anschließend auf der Seite online gestellt.

Niemand wusste damals so richtig wer dahinter steckt, wie sich das ganze finanziert. Es gab zwar Gerüchte es könnten Anwälte oder Reporter aus Australien sein, aber sonst war das ganze recht nebulos.

Bis in die jüngsten Tage, denn da hat sich das Blatt komplett gewendet.
Julian Assange steht plötzlich offiziell für Wikileaks ein und macht Andeutungen von großen Geheimnissen die er lüften möchte und wahrscheinlich auch wird.

Ist das noch das alte Wikileaks, das im geheimen operierte?

Ich vermute, das Assange Wikileaks benützt für seinen privaten „Feldzug gegen die Welt“. Er scheint es zu genießt, wenn die Mächtigsten vor seiner vermeintlichen Macht zittern. Eigentlich nutzt er aber nur das Vermeintliche Wissen, das ihm andere Informanten zugetragen haben. Vermeintlich darum, da man sich nie richtig sicher ist ob er blufft oder die Wahrheit sagt. Empfinde ich jedenfalls so.

Wieso macht er das? Ein neuer Robin Hood, der für einen guten Zweck, den Mächstigsten das Fürchten lernen will? Oder nur ein eiskalter Spieler der die Macht von Geheimnissen nützt um sich selber ins Rampenlicht zu stellen?

Ich habe keine Antwort, bin aber sehr gespannt wie sich das ganze weiter entwickelt.