Buchtipp: Reflexionen. Die Autostadt im Spiegel von Kunst und Kultur

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Die Autostadt aus der Perspektive namhafter Personen des öffentlichen Kunst- und Kulturlebens. Wie wollen wir leben? Bereits über die Hälfte aller Menschen wohnt in Städten. Dabei hängt die Zukunft der Stadt von Fragen der Mobilität ab. Auf der Suche nach Antworten setzen sich die Autoren und Künstler des Bandes intensiv mit den Angeboten der Autostadt in Wolfsburg auseinander. Während sie über die Themenfelder der 28 Hektar großen Parklandschaft flanieren, ergibt sich eine reflektierte Sicht auf das VW-Auslieferungszentrum für Neuwagen, das Museum und den Freizeitpark, die jährlich 2 Millionen Besucher anziehen. (Beschreibung Verlag)

10 Internationale Künstler und Autoren haben sich Gedanken über die Autostadt Wolfsburg gemacht, wobei ich überrascht war den Namen Sascha Lobo darunter zu lesen. Natürlich positiv überrascht. Li Wei war mir ein sehr entfernter Name, wobei in Zukunft sollte ich ihn nicht aus den Augen verlieren, bzw. seine Fotos.

Aber zurück zum Buch, Sascha Lobo macht sich Gedanken über die Autoreise in die Zukunft. Ich stimme ihm vollkommen zu wenn er meint: „Das Auto bleibt, aber es wird Teil der städtische Infrastruktur. Dazu muss es so intelligent werden wie ein Smartphone. Die Autostadt ist der ideale Ort, um diese tatsächliche revolutionär neue Mobilität schon heute erlebbar zu machen.“ Wir sind immer besser vernetzt, daher ist es auch nur noch eine Frage der Zeit bis wir das Auto in unserem Netzwerk „aufnehmen“.

Li Wei nutzte die Autostadt hingegen als Kulisse für atemberaubende Fotos. 2013 schwebte er im wahrsten Sinne des Wortes über Wolfsburg, ein Anblick den man gesehen haben muss. Gerade im Habit eines Mönchs über den Porsche Pavillon, es passt einfach!

Im Buch findet man noch weitere spannenden Beiträge, so diskutieren Claudia Langer (Gründerin Utopia) und Otto Ferdinand Wachs (Geschäftsführer Autostadt) über Nachhaltigkeit. Magdalena Ulrich (Foodbloggerin) und Wolfram Siebeck (Gourmetkritiker) unternehmen einen kulinarischen Spaziergang. Douglas Coupland veröffentlichte eine Kurzgeschichte die in der Autostadt spielt. Außerdem mit dabei: Maria Schneider (Kreativdirektorin) Christian Boros (Kunstsammler) Michael Hopp & Merle-Sophie Röhl (Schüler) Alan Bangs (Moderator) und Marina Rumjanzewa (Publizistin).

Fazit

Auf jeden Fall positiv überrascht! Als ich das Buch zum ersten Mal in der Hand hielt, ging die Kopfschublade „Auto – Ps – Schnell“ auf. Zum Glück konnte ich sie wieder schließen denn ich wurde eines besseren belehrt. Auch wenn ich keinen VW fahre, sollte sich die Möglichkeit ergeben möchte ich gerne die Autostadt besuchen. Denn, um wieder auf die Kopfschublade zurück zu kommen, die Autostadt ist kein Ort der riesigen lauten schmutzigen Autohallen, eher ein Impulsgeber für die Zukunft. Impulse wie wir später mobil leben wollen oder könnten.


Reflexionen. Die Autostadt im Spiegel von Kunst und Kultur erschienen im Hatje Cantz Verlag 2014. 128 Seiten // ISBN 978-3-7757-3834-7 // Preis 19,80