Buchtipp: Wie Architekten wohnen

Herrliche Häuser, die Architekten für sich selbst bau(t)en.

Die größte Herausforderung beim Entwerfen eines Wohnhauses ist es, die rechte Balance zwischen Ästhetik und Praxis zu treffen. Einerseits soll der neue Bau sehr wohl Vision und Stil des Architekten widerspiegeln, dafür hat man ihn schließlich ausgewählt; andererseits muss sich der Bauherr unter diesem Dach zu Hause fühlen.

Schon deshalb lohnt es sich, jene Villen und Bungalows zu betrachten, die berühmte Baumeister für sich selbst entworfen haben. Alle Privathäuser reflektieren die Persönlichkeit ihrer Eigentümer? Das eines Architekten kann noch mehr: Es ist seine gebaute Autobiografie.(Beschreibung Taschen Verlag)


Gleich vorweg, wer einem Architekten eine Freude bereiten möchte kann dieses Buch getrost schenken, er liegt damit mehr als richtig.

Wer „nur“ Architekturbegeistert ist (zb. ich) kann auch ruhig einen oder mehrere Blicke hinein werfen, es lohnt. Wie schon in der Beschreibung erwähnt werden Wohnhäuser bekannter oder weniger bekannter Architekten vorgestellt, insgesamt 100 Architekten auf 480 Seiten.

Ich war sehr gespannt auf Größen wie Alvar Aalto, Walter Gropius, Alfred Roth oder Le Corbussier, aber letztendlich wurde ich eher überrascht von weniger bekannten Architekten die teilweise meinen Wohngeschmack trafen. Gute Beispiele sind da: Erik Gunnar Asplund, Werner Sobek oder Eduardo Souto de Moura.

Aber, nicht nur das der Leser einen Einblick in fremde Wohnzimmer erhält, zu jedem einzelnen Architekten findet man Hinweiße zu weiteren Werken inklusive eine kleine Biografie. So kann ich mir schon ein kleines Bild von frisch entdeckten Architekten machen und habe erste Ansatzpunkte wo ich mehr über sie finden kann.


Mein Fazit:

Ein wunderbares Projekt von Gennaro Postiglione, optisch gut aufbereitet, oder anders ausgedrückt: ein Buch für Architekturbegeisterte oder die es noch werden. Ganz klare Kaufempfehlung!