Daten-Ablage

Die Bildungspunks veranstalten eine Beitragsparade zum Thema: “Daten-Ablage: im Internet, auf USB, Evernote & Co, sonst wo? Was bringt welche Vorteile!?”

Wurde via Messenger gefragt, ob ich auch etwas dazu schreiben möchte und habe natürlich zugesagt. Liegt auch auf der Hand, schließlich drehte sich hier in letzter Zeit viel um das Thema.

Damals

Früher, bevor ich mich auf paar Dienste festlegte, war oft “wandern” gesagt. Gefiel mir ein Dienst nicht mehr, oder noch schlimmer, schloß ein Dienst seine Türen: packte man seine digitale Ablage unter den digitalen Arm und wanderte weiter zum nächsten Dienst. Wenn interessierte damals groß “Privatsphäre”, oder macht sich Gedanken über: “was passiert wenn Account gehackt wird, und deine PDFs in fremde Hände gelangen.” Je heißer sprich neuer ein Dienst war, desto schneller wollte man ihn testen.

Es wird kompliziert

Dann kam Causa “Snowden” und langsam aber sicher erkannte man (ich) “jetzt muss aber etwas passieren.” Komplett auf eine digitale Ablage konnte und wollte ich nicht verzichten, also reifte Plan B heran: “Selber hosten”. Einfach erklärt: “Ich suche einen Anbieter der mir einen kleinen Platz im Internet zur verfügung stellt. Dort richte ich mir eine eigene digitale Ablage ein.” Beste Beispiel: Owncloud. Wobei das auch einen Haken halt: ich bin selber für die Sicherheit meine Daten verantwortlich. Früher konnte man diese Verantwortung an seinen Anbieter “abgeben” wobei wenn es wirklich hart auf hart kommt, der sich vermutlich aus der Verantwortung zieht. Sollte in den AGBs (die fast niemand liest) eigentlich stehen, wer was macht.

Eremit ??

Wäre eine Idee, wobei wollen wir das wirklich? Ich kann es mir nicht vorstellen. Daher habe ich Plan B wieder aus der digitalen Schublade gezogen, neu überarbeitet und kann gut damit leben.

Ich nutze

intensiv eine Mischung aus Evernote, Pinboard und Copied.app. Wobei ich stets versuche: “wenn Daten im Netz speichern, darauf achten das nie zu privat, sollten sie in falsche Hände geraten, ist Verlust bzw. Schaden nicht so groß” Das nächste Ziel: komplett raus aus der Wolke und alles lokal speichern, am besten mit Synology. Wird aber ein langer steiniger Weg … Wobei vielleicht muss man ihn auch gehen. 😉

 


Siehe dazu auch:

Heusinger, Monika (@M_Heusinger): Datenablage – mobil und unabhängig
Paulsen, Arne (@die_reine_leere): Datenablage – Datenaustausch
Schmidt, Sebastian (@FlippedMathe): Datenverwaltung – NAS + freefilesync
Albers, Franz (@franz_albers): Lehrers Dateimanagement
Hert, Herbert (@evernotetipps): Dateiablage mit 3 Fingertipps (Android)
Bieler, Ines (@seni_bl): Daten-Ablage – Bloß wo und wie?
Moersheim, Georg (@GMoersheim): Wo hab ich’s denn bloß hingelegt?
Riecken, Maik (@mccab99): Über Owncloud mit Quellen syncen, die eigentlich nicht syncen können
Bankhofer, Alicia (@aliciabankhofer): Frühlingsputz für meine Daten

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6 Responses to Daten-Ablage

  1. da]v[ax says:

    Oh je, ihr armen Wolkenluftschlossbewohner. Also damals(TM) haben wir ja noch auf Disketten…

    Aber bleiben wir im 21. Jhdt: Festplatten sind SO billig und werden immer billiger, meine Datenablage geht so:

    1. Alles, was gebackuppt werden muss (Korrespondenz, Rechnungen, Arbeitskrams, Photos etc.) ist in einem Ordner auf D:\
    2. dieser Ordner wird täglich auf eine zweite interne Festplatte gesichert (mit Windows Backup)
    3. alles andere, das ich nicht verlieren will (Musik und so), liegt es auf einer verschlüsselten Festplatte und wird “einfach nach Gefühl” hin und wieder mal mit einer externen, ebenfalls verschlüsselten Festplatte gesynct (per JExplorer, das es nicht mehr gibt, aber Ordner-Sync-Tools gibt’s ja wie Sand am Meer).

    Sollte die externe FP überquillen, bekommt sie ein Label (“bis 20xx”) und landet im Regal.

    That’s about it.

  2. Pingback: Links am Sonntag – 009 | teebeuteltier.org

  3. Thomas @piepe says:

    Ja, dass ist so eine Sache mit der Datensicherheit. Habe auch schon überlegt alles über meine Synology abzuwickeln. Aber dann müsste ich sie mit sämtlichen benötigten Ports ans Internet hängen. Naja, möchte ich da meine ganzen sensiblen Daten hosten? Eher nicht.
    Ich habe mir den Film Snowden ein paar mal angeschaut. Es sind zwar viele Themen dramatisiert worden, aber der Kontext war eindeutig. Egel was du im Netz machst, da ist nix anony und ungelesen. (Darknet und Proxis ausgeschlossen). Selbst wenn du nur einen VPN Port nach aussen aufmachst, ist der VPN Dienstleister das Sichheitsrisiko was auch angezapft werden kann, oder mitgelesen werden könnte.

    Denke man sollte besonnen an die Services rangehen und entscheiden welche Informationen dritte nichts angehen.

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