Die digitale Verdummung

Dank eines Eintrages von Markus alias TextundBlog stieß ich nach Silvester auf einen interessanten Podcast: SR2 Fragen an den Autor.

Wie der Name schon verrät, können dort Autoren ihr neuestes Werk vorstellen und der geneigte Hörer hat die Gelegenheit Fragen dazu zu stellen. Per Mail oder Telefon. Ich lud mir ein paar Folgen runter und in der Sendung vom 31.05.09 stellte Die Zeit Autorin Susanne Gaschke ihr Buch vor: “ Klick: Strategien gegen die digitale Verdummung “

Soweit so gut…

Die Sendung stellte sich schnell als recht einseitig vor. Die Autorin schilderte erst mal ihren Weltschmerz über das Internet, das zB viele eine Art „Geheimsprache“ benützen (zb. Cookies, Torrent) Dadurch erhalte gerade die älterer Generation keine Möglichkeit, diese von einigen Internet-Gurus gepriesene, ultimative „Technische Errungenschaft“ zu verstehen…

Dann war Google dran…

Nicht nur das sie ihrem Motto „Don’t be Evil“ schon lange nicht mehr treu sind, Sie hatte auch den Verdacht, das Google ihr die Suchergebnisse vorsortiert. Sie habe mit einem Kollegen gemeinsam Google „befragt“ und erhielten unterschiedliche Antworten, obwohl sie den selben Suchbegriff eingaben.

Die Hörer der Sendung waren ihrerseits auch nicht so begeistert vom Internet aber einer schoss den Vogel ab. Der Hörer meinte dazu sinngemäß, man sollte schon ein wenig vorsichtig sein im Internet, vor allem immer seine Cookies löschen, und außerdem gebe es ja auch Alternativen zu Google. Man sei ja nicht gezwungen nur mit Google zu arbeiten..

Der Moderator fragte daraufhin Fr. Gaschke ob Sie nicht auch eine andere Suchmaschine benützt hätte, wenn Sie ja Google sowieso nicht traue. Antwort: Nö. Sie haben zwar von Alternativen gehört, aber das war’s dann auch…

Autsch… Ich kann nicht etwas verdammen und es dann immer wieder benützen. Das ist wirklich keine Gute Strategie gegen digitale Verdummung. :>