Die Zeit nach „Digitalen Fasten“

Mittlerweile ist Ostern paar Wochen her und nutze wieder fleißig Twitter, Facebook, Instagram sowie WhatsApp.

Frage: hat sich etwas verändert im Gegensatz zu der Zeit vor der Fastenzeit? Unter „Fazit Digitales Fasten 2015″ gab es schon eine paar Punkte ich die beherzigen wollte, habe ich die auch erreicht?

Ja! Aber nicht nur das, es geht weiter, weiter als ursprünglich dachte.

  • Inhalte: immer mehr stellt sich die Frage bevor ich einen Tweet oder Foto in die Welt jage „muss das sein, macht es Sinn?“. Hat weniger mit der oft zitierten „Schere im Kopf“ zu tun (Selbstzensur) eher gönne ich mir den „Luxus der Privatsphäre“ und behalte einen schönen Augenblick für mich alleine. Oder als Foto für meine bessere Hälfte. 😉 Klingt vielleicht abgehoben, aber versuche mir den Luxus von „Offline, Unerreichbarkeit, digitale Privatsphäre“ zu gönnen. Warum: weil ich es mir wert bin. Mal schauen, vielleicht vertiefe ich später das alles in form eines Artikels. Wobei, dann wird es ein öffentliches Thema. 😉

  • Clients: vorher nutzte ich auf meinem iPhone, iPad, MacBook zahlreiche Apps um Tweets zu lesen, senden, RT usw. Natürlich mussten es immer die aktuellsten sein. Ich habe 1 Woche gebraucht um mich dazu zu „überwinden“ die hauseigene App von Twitter zu installieren. Warum? Ursprünglich wollte ich nur sehen ob ich „angetwittert“ werde, oder ob es RT gab. Aber sobald die App auf dem iPhone war, befürchtete ich statt paar sec. nach neuen Infos zu suchen in alte Muster zu verfallen, und die Timeline zurück zu lesen. Nicht zu erwähnen Tweets mit der „magischen Fähigkeit“ den Blutdruck steigen zu lassen. Deshalb installierte ich sie, (Twitter.app) hatte Selbstzweifel und sie flog wieder runter. Nun gehe ich einen neuen Weg, nutze Boxcar. Verpasse keine „wichtige Info“ und genieße den Tag.

  • Loslassen: DAS ist eigentlich das Themas das ich in der Fastenzeit gut exerzieren konnte. Los lassen. Los lassen von dem Gedanke: „du verpasst etwas ganz wichtiges“. Los lassen von dem Gedanken: „dazu muss ich jetzt auch etwas sagen“. Los lassen von dem Gedanken „das könnte mich auch interessieren.“ Alleine das Wort „könnte“ ist ein Witz. Oder es kann oder nicht. Dauerte etwas länger, aber so langsam habe ich den Bogen raus: los lassen von „Freunden“. Freunde in Anführungszeichen, es sind keine tiefe Freundschaften die über Jahre gewachsen sind und werden auch nie welche werden. Aber das ist vollkommen OK.

  • Freunde: da hat sich einiges getan. Im Gegensatz zu der Zeit davor haben sich zahlreichen Kontakte vertieft, einige schmolzen wie Schnee in der Sonne aber es gab auch viele neue.

Sicher wird es einige geben die meinen: Ach, das kennen wir doch schon lange. Herzlichen Glückwunsch! Wir stehen jetzt auf selber Augenhöhen. Nur, wieso habt ihr früher nicht öffentlich darüber geredet. 😉 Redet darüber, bloggt darüber. Es geht nicht darum sich als der „bessere Internetnutzer“ darzustellen. Viel mehr anderen einen möglichen Ansatzpunkt zu geben wenn sie wieder den Eindruck haben vom „Internet überrollt“ zu werden. Ob sie diesen Ansatzpunkt annehmen, müssen sie selber entscheiden, und wenn auch länger braucht, auch kein Drama. Rom wurde nicht an einem Tag gebaut …

Für mein Teil: werde diesen Weg mit oder ohne anderen weitergehen, den er tut gut. 🙂