Einmal digital und wieder zurück

_MG_1047In diesem Eintrag geht es hauptsächlich darum wie dieser Blog früher betrieben wurde, sogar unter Blogspot (2007), und die Art mit meinem Notizen umzugehen.

Früher

Das waren noch Zeiten …

Viele Einträge wurden erst auf einem (damals hochmodern) Palm TX geschrieben. War der Eintrag fertig wurde der Palm via Bluetooth (damals hochmodern) mit einem Handy (kein Smartphone, lieber Kinder) gekoppelt und ging online. WordPress bietet Funktion „Post via e-mail“ an, sprich, man hinterlegt eine Adresse und wenn an die eine Mail gesendet wird (im Idealfall mit einem Text darin) erscheint der als Blogeintrag. Wichtig, sehr wichtig sogar: diese Adresse gut im Auge behalten und nicht Freunden weiter reichen. Sonst … Chaos pur. Zum Glück nie erlebt.

Auch aus heutiger Sicht sehr antik, eMails unterwegs abrufen. Der Palm TX kann Mails abrufen, besaß aber keinen mobilen iNet-Zugang. Also: wieder via Bluetooth mit einem Handy (kein Smartphone, lieber Kinder) verbinden, dann Mails abrufen. Natürlich war man glücklich darüber wenn die keine Anhänge enthielten, dauerte sonst ewig …

Notizen erstellte ich in einfachen Dokumenten und speicherte sie eher spontan. Mal hier mal dort, es gab keinen richtigen „Plan.“

Dann kam Juni 07 und ab sofort sollte sich alles schneller drehen, das iPhone erschien auf den Markt. Danach gab (und gibt es noch) es gefühlte Millionen Apps um Texte bzw. Notizen zu erstellen und verwalten:

  • teilweise mit Möglichkeit diese mit einem Mac oder Win zu syncen bzw. bearbeiten
  • teilweise auf unterschiedlichen Plattformen online zu speichern
  • teilweise wurden diese Plattformen wieder geschlossen,
  • es war ein „Auf und Ab“ sprich, umziehen von A nach B, da B „total revolutionärer ist als A“ . Bis C erschien, dann zog man weiter denn … „C ist doch viel revolutionärer als A und B zusammen (!) „

Bemerkenswert in all den Jahren: die bessere Hälfte erstellte und bearbeitete ihre Notizen zu 99 % in klassichen Notizbüchern … Offline.

„Das Gute liegt oft vor der eigenen Nase.“

Sie gab auch indirekt den endgültigen Anstoß zu einem Wechsel. Wobei auch „Reduziert“ einen großen Anteil davon hat. So kaufte ich 2014 ganz bewußt mein erstes Notizbuch, dann ein zweites, vor paar Tagen ein drittes, und überlegte wozu ich sie nützen möchte.

Nr. 1 dient als „Lauftagebuch“, dort wird zu jeden Lauf kurz notiert wie Stimmung, Wetter oder Gesundheit war. (witzig 1 Jahr später die ersten Einträge zu lesen)

Nr.2 um schnell Ideen festzuhalten (besitzt daher kleines Format)

Nr.3 für Blogeinträge aber auch für persönliche Projekte und klassiches Notizbuch.

Exkurs: Vorteile eines Notizbuches

  • benötigt keinen Akku oder WLAN
  • überall einsetzbar (Bahn, Bus, Gespräche unter Freunden)
  • perfekt für Mind-Map / Skizzen
  • wunderbar um mit Farben Ordnung ins gedankentliches Chaos zu bringen (Rot >> dringend, Grün >> geht so, Blau >> hat ewig Zeit)
  • Oberfläche blendet nicht im Sommer 😉
  • trägt bei zur persönlichen Entschleunigung, (konzentriert auf  wesentliche)
  • sogar interne Verweise von einem Projekt zum anderen klappen wunderbar

Mein Workflow

  • Idee landet im kleinen Notizbuch (kann dort auch eine Weile ruhen bis die Zeit Reif ist um sie auszuarbeiten, hat nebenbei auch wunderbaren Effekt immer paar Ideen auf Lager zu haben)
  • Idee wechselt in große Notizbuch und wird ausgearbeitet, es entsteht ein großes Gedankengerüst aus dem letztendlich der Eintrag werden soll.
  • Letzte Schritt: aus diesem Gerüst wird mit Alternote  der Eintrag geschrieben und geht danach online. (Dank Alternote existiert er zusätzlich als Backup in Evernote) In den nächsten Tage möchte ich gerne auch noch einiges zu Alternote schreiben, gerade als bekennender „Evernote-Jünger“. 😉

Ich nütze dabei

Schlusswort

Ich liebe Papier. 🙂 Digital hat auch seine Reize, aber in diese Fall fahre ich mit Papier besser.