Kaffee, Wertschätzung und Rituale

Die Maschine

Weihnachtszeit ist bekanntlich die Zeit in der Mensch sich auch gerne mal selbst beschenkt. Das taten wir auch und sind nun stolzer Besitzer einer schicken Kaffeemaschine des „Dolce Gusto“ Systems. Kurze Erklärung, die Maschine funktioniert nur mit Kaffeekapseln eines bestimmten Anbieters, die dank so entstanden Monopolstellung ihren dementsprechend hohen Preis haben. Natürlich tut man seinen Einkauf im Freundeskreis kund und erhält daraufhin Feedback. War nicht immer positiv, gerade wegen dem hohen Preis des Kapseln und das geschlossenen System dahinter.

Aber, persönlich können wir damit gut leben denn wir lernen die

Wertschätzung

neu. Kaffee ist in unserem Haushalt quasi ein Alltagsgegenstand. Morgens wird die Kaffeemaschine eingeschaltet und während eines Tages liefert sie brav zich Tassen ab. Kaffee ist unser Lebensmotor, jedenfalls sahen wir es bis vor kurzem noch so. Für uns war Kaffee schon immer da und das sollte natürlich lange Zeit weiterhin so auch bleiben. Nun wendet sich aber langsam das Blatt, wir lernen den Kaffee neu schätzen. Gerade wegen dem Preis läuft die Kaffeemaschine nicht mehr 10 Stunden am Tag. Und, wir verbinden neue

Rituale

mit einer Tasse. So kommen wir nach einem langen Arbeitstag heim, setzen uns auf das Sofa und zu einer Tasse frisch gebrühten Kaffee tauschen wir die Erfahrungen des Tages aus. Eine Art koffeinhaltige Entschleunigung. Hat den Vorteil die aktuellen Probleme & Belangen des Partners zu erfahren und zusätzlich dazu eine leckere Tasse zu trinken. Die Tasse Kaffee verschwindet auch der „trinken und gut“ Ecke und wandert zu „bewußt trinken“.

Und das ist mir das Geld wert.