Künstler im Interview – Tricia Danby

Herzlich willkommen zu einer neuer Folge “Künstler im Interview” Diesmal mit Tricia Danby. Vielen Dank nochmals für den Einblick in dein Schaffen!!

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Was inspiriert Dich?

Oje, das ist nicht immer so einfach zu beantworten. Oftmals bekomme ich meine Bilder über meine inneren Augen rein, gerade, wenn es eher spirituell-basierte Bilder sind. Ansonsten werde ich von meiner Umwelt inspiriert. Ein besonderer Lichteinfall, das Verweilen in der Natur … aber auch bestimmte Musik kann sehr inspirierend wirken. Fotografien, die ich mir anschaue sind auch öfters eine Quelle der Inspiration und bringen Bilder nach oben, wie ich etwas malen möchte.

Meine Gedichte werden inspiriert durch Momente. Worte, die dann einfach in meinen Kopf strömen und aufgeschrieben werden wollen. Auch hier wirkt Musik oder die Umwelt inspirierend.

Wie kamst Du zur Kunst?

Ich hab als Kind / Teenie schon gerne gemalt. Allerdings war das alles nicht so leicht, denn meine Mutter malt ebenfalls und hatte immer irgendwas zu verbessern und anzumerken. Irgendwann hab ich es dann ganz gelassen.
Erst 2008 hab ich wieder angefangen zu malen und da wurde ich inspiriert von meiner Mitbewohnerin, die ebenfalls wieder angefangen hatte zu malen. Tja und seit dem hab ich mich doch ziemlich weiter entwickelt und male fast täglich.

Im Hinblick auf meine Gedichte, so hab ich ebenfalls schon als Teenie begonnen zu schreiben. Leider sind von damals alle Werke hinüber. Auch hier gab es mal eine lange Phase des Nicht-Schreibens. Erst im Studium hab ich ich wieder die Feder zur Hand genommen und begonnen Gedichte zu verfassen.

Vorbilder?

Oh je … es gibt zig Maler oder Schriftsteller, die ich toll finde und deren Arbeiten mich berühren, aber ich setze sie nicht als Vorbilder. Meiner Meinung nach kann dies einfach dazu führen, dass man sich selber klein hält und beschneidet in seiner Kunst. Ich bin ich und so wirkt sich das auch auf meine Arbeiten nieder.

Sicherlich fühle ich mich durch Arbeiten von anderen auch angeregt oder manches Mal sogar deprimiert … aber wirkliche Vorbilder? Nein, das habe ich nicht.

Rituale beim malen, musizieren, schreiben? Davor, danach?

Nein, Rituale besitze ich auch keine. Mal höre ich Musik beim malen oder schreiben … aber das ist nicht immer so. Oft sitze ich einfach nur in der Stille und lausche / blicke nach innen.
Was ich nur immer haben muss, das ist wohl die Einsamkeit. Ich kann es nämlich nicht leiden, wenn mir jemand über die Schulter schaut.

Bevor ich richtig beginne mit Malen, dann mach ich mir erst eine Skizze – ein Line-Out und beginne dann.

Male ich ein spirituelles Bild – dann meditiere ich zuvor und verbinde mich dabei mit der Energie der Wesenheit, die ich male und beginne dann.

Danach? Hm … also danach rauch ich mir erst mal eine – nein, Scherz. Ich rauche ja nicht mehr. Aber ich schau mir meine Arbeit an und oftmals muss ich dann mal was essen, weil ich total ausgepowert bin (dient der Erdung).

Lieblingsprojekt?

Derer gibt es gar mannigfaltige.

Wo fange ich nur an?
Ich arbeite an verschiedenen Orakelkartenprojekten mit meiner Mitkünstlerin und besten Freundin – das sind wohl meine eigenen Herzensprojekte.

Was fühlt man nach Verkauf eines Bildes, Buches?

Freude! Also wenn ich ein Bild verkaufe, dann freue ich mich und ich bin ab und an verwundert, wenn ich sehe, dass es nach Amerika oder zur Südhalbkugel geht. Das ist wirklich ein schönes Gefühl.
Als ich noch traditionell gemalt habe – sprich auf Leinwand oder Aquarellpapier und das Original verkauft habe, dann war noch eine Spur Wehmut dabei.

Wünsche an die Zukunft?

Mehr Verkäufe und Aufträge sowie ein WACOM Tablet (am liebsten ein Cintiq)

Maltechnik? Stil? Variationen?

Ich male mittlerweile fast nur digital. Zunächst fertige ich eine Skizze an und dann arbeite ich auf verschiedenen Ebenen, die später zu einem Bild zusammengefügt werden. Mein Malprogramm ist Corel Painter 16 und 11 – da ich noch kein Tablet besitze, male ich übrigens mit der Maus. Meist male ich mit Ölpinseln.

Vom Stil her … keine Ahnung wie ich das nennen soll. Ich möchte es nicht als realistisch bezeichnen, davon bin ich ein gutes Stück entfernt. Ich schätze es ist so ein Mittelding. Ab und an variiere ich auch meine Maltechniken.

Grundsätzlich sage ich selber, dass ich eine spirituelle Künstlerin bin und visionär-energetisch male. Damit meine ich, dass ich die Bilder, die ich von bestimmen Wesenheiten bekomme, aufs Bild bringe und mich zuvor durch eine Art Meditation mit der Energie verbinde und diese Energien in das Bild kanalisiere. Das findet natürlich nur bei solchen Bildern statt. Bei Fantasybildern, Portraits oder RP Charakteren natürlich nicht.

Wenn ich dichte, dann meist in Reimform – aber auch hier ist es eher so, dass kommt was kommt und ich mich da nicht wirklich festlege und in Schubladen stecken lasse.

Wie reagiert Umfeld, wie reagiert auf „Künstler“?

„Und damit kann man Geld verdienen?“; „Kann man davon leben?“; „Mal doch mal was!“

Das sind nur ein paar typische Sätze, die man zu hören bekommt, wenn man sagt „Ich bin Künstlerin.“ Oftmals wird man auch von oben bis unten gemustert und angeschaut als hätte man gesagt, man käme vom Mond. Belächelt wird man auch gerne und sehr viele möchte gerne was haben für ihre Projekte…aber natürlich nichts dafür bezahlen. „Ist doch alles Promotion!“

Es gibt auch immer mal wieder jene, die erstaunt meine Bilder ansehen und sagen: „Das hast du gemalt?“ oder „Digital, das kann ich auch. Muss ich ja nur paar Knöpfe drücken …“

Als Fazit also: interessiert, amüsiert, ungläubig, abwertend oder auch begeistert. Wobei das eher weniger der Fall ist. Ich schätze dafür wirke ich vielleicht zu normal. Wer weiß das schon.
Was ich jedoch immer wieder bemerke, ist dass man es als digitaler Künstler immer wieder erklären muss was man tut und es oftmals abgetan wird. Das ärgert mich.



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