Lesetip: No Economy

“ Eine Ökonomie, in der Anbieter die meisten Güter verschenken und Konsumenten die Geschenke ohne Gegenleistung annehmen oder das Eigentum anderer stehlen, ist keine. “ Sie ist eine No Economy.

Gisela Schmalz
No Economy, wie der Gratiswahn das Internet zerstört.

Harte Worte, aber beide beschreiben genau das, das zur Zeit oft diskutiert wird im Internet. Die Onlinewirtschaft mit digitalen Güter. Ein Markt der sehr instabil ist, aus dem einfachen Grund: Geiz ist Geil.

Gisela Schmalz legt dabei den Finger tief in die Wunde. Für viele ist das Internet einfach eine riesige Fundgrube in der man alles Gratis finden kann. Warum eigentlich einem Anbieter für eine bestimmte Leistung Geld bezahlen, wenn man sie bei einem anderen Anbieter Gratis bekommen kann. Gratis ist gut, und Gratis wollen wir. Es lebe der Gratiswahn.

Da nimmt man auch gerne Werbeeinblendung in Kauf, gibt gerne einiges von seinem Privatleben preis, solange Gratis dabei was raus springt.

Schnell wird aber klar, das es aber auf Dauer nicht so bleiben kann. Viele Anbieter von Gratiscontent wie Google, Yahoo, AOL entstehen auch Kosten, die sie decken müssen. Von ihren Nutzern ist schwer Finanziell etwas zu holen, also haben sie 2 Möglichkeiten: durch Werbung ihre Kosten minimieren, oder Kundendaten verkaufen. Internetanbieter spielen sogar mit den Gedanken, Geld für bevorzugte Datenübermittlung zu verlangen.

Google oder Yahoo, können ihrerseits viele User vorweisen und sind für Firmen die Werbung schalten wollen sehr interessant. Aber neue innovative Onlineunternehmen haben es aber schwerer finanzielle Unterstützung zu bekommen, zu groß ist die Angst, das diese Fimen scheitern gegen die großen „Alten“.

Gisela Schmalz vertritt die Meinung, das sich das radikal ändern muss. Ansonsten bleiben nur noch großen Monopolisten auf dem Markt und viele kleine Firmen verschwinden. Wir müssen weg von der No Econnomy zu einer Yes Econnomy. Nur wie sollte die Aussehen…

Auch wenn sich das Thema „Ökonomie und Internet“ auf den ersten Blick recht schwerfällig anhört, Gisela Schmalz versteht es wunderbar die ganzen Hintergründe und Zusammenhänge anschaulich zu erklären. Und nicht nur das, sie bietet auch 2 mögliche Szenarien an, wie sich das ganze entwickeln könnte.

Wobei ich eher geneigt bin, eher dem 1 Szenario zu glauben, als dem 2ten…
Auf jeden Fall, eine wirklich gute Lektüre die einem viele Denkanstöße gibt zum Thema „Geiz ist Geil, und Gratis umso besser“

Ein Dankeschön an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

Autor: Gisela Schmalz
Titel: “No Economy – Wie der Gratiswahn das Internet zerstört.” (Link)
Broschiert: 224 Seiten, 16,95 €
Verlag: Eichborn Verlag
ISBN: 3821857072
EAN: 978-3821857077