Mein Weg zum Mac 16 – Sebastian

In der neue Reihe “Mein Weg zum Mac” beschreiben Mac-User ihren ganz persönlichen Weg in die Apple Welt. Wenn auch du deine persönliche Geschichte darüber schreiben möchtest, hinterlasse einfach einen Kommentar. Ich komme dann auf dich zu.


Seit ich denken kann, hatten wir einen Computer im Haus.

Mein Vater hatte Anfang der 80er Jahre beruflich einen Weg eingeschlagen, der EDV voraussetzte und ich durfte auch schon ganz früh alles ausprobieren, was damit zu tun hatte.

Dafür, dass ich heute angstfrei an alle neue Technik herangehen kann danke ich an dieser Stelle meinem Papa! <3

Groß geworden bin ich mit dem DOS- und später Windows-PC.
Irgendwann haben wir auch mal einen Mac neben den PCs stehen gehabt, den mein Vater irgendwo geschenkt bekommen hatte – da konnte ich aber nichts mit anfangen – meine Spiele liefen nicht darauf und an anderem war ich zu der Zeit nicht interessiert 🙂

Meine Windows Zeit ist geprägt von Installationen und Deinstallationen von Programmen und Treibern, dann dem kompletten neu Aufsetzen des kompletten Systems, wenn mal wieder gar nichts funktionierte…
Bluescreens und Fehlermeldungen, eingefrorene Bildschirme…
Aber Windows war günstig, jeder hatte es, es gab für fast alle Geräte Treiber und man bekam meistens jedes Programm als erstes für dieses Betriebssystem.
Meine Pubertät habe ich praktisch vor dem Rechner verbracht.
Webseiten gebaut, gechattet, gespielt.
Mit dem Mopedführerschein und der ersten Freundin änderten sich allerdings die Prioritäten, das war Ende der 90er ^^

2007 bin ich erst bewusst mit Apple in Kontakt gekommen.
Da wurde dieses Smartphone ohne Tasten vorgestellt, mit vielen „Apps“ und sau teuer.
Wofür braucht man das? Erschloss sich für mich nicht.
Es verging einige Zeit, da musste ich doch so eines haben.
Ein gegen ein Nokia 5800 getauschtes 3GS(!) – weil der Vorbesitzer nicht damit zurecht kam…

Und ich legte es fast nicht mehr aus der Hand.
Völlig begeistert von der Vielfalt der Möglichkeiten und der intuitiven Bedienung.
Es funktionierte einfach. Immer.
Es war 2010 und kurz nachdem das iPhone 4 vorgestellt wurde habe ich dann gewechselt. Dieses 4er habe ich heute noch. Und bin einfach zufrieden.

An Weihnachten hatte ich bei meinem Vater dann das erste iPad in der Hand.
Und wollte auch so eines haben. Auch hier wieder begeistert von „an und läuft“.
Im Sommer des nächsten Jahres (2011) habe ich mir dann das iPad 2 geholt.
Auf dem Sofa, im Garten und im Nachtdienst hatte ich jetzt mein mobiles Konsumiergerät (Surfen, Filme gucken, Spielen) mit großem Bildschirm und langer Akkulaufzeit. Toll.
Richtig produktiv konnte ich mit dem iPad allerdings nicht sein –
Ich war durch das mobile Betriebssystem iOS eingeschränkt in meinen Möglichkeiten.
Dateien konnte ich nur über iTunes in die dafür vorgesehene App laden, nicht alle Apps konnten untereinander auf diese Dateien zugreifen, Filme mussten konvertiert werden…
Oft hat mir auch die Haptik einer richtigen Tastatur und eine Maus gefehlt (z.B. beim Bearbeiten von Bildern).

Also habe ich mich nach einer Alternative umgesehen: leicht und mobil sollte diese sein, ausreichend Leistung für meine Anforderungen bieten und vor allem zuverlässig sein!

Mein Vater hatte zu dieser Zeit schon lange den Mac als verlässliches Werkzeug in Benutzung.
Ein MacBook Air der ersten Generation diente als mobile Lösung und er war davon begeistert.

Was mich abgeschreckt hat, war der Preis.
Und immer wieder diese pauschale Aussage im Netz und auch im richtigen Leben: „Apple ist zu teuer, für die Hälfte des Geldes, die ein Mac kostet, bekommst du einen gleichwertigen Windowsrechner“.
Als ich mich dann intensiver mit der Materie auseinandergesetzt hatte, habe ich für mich erkannt: „stimmt nicht“.
Man bekommt nicht dieselbe Qualität für weniger Geld.

Nach eingehender Konsultierung diverser Webseiten („welches MBAir… etc.) und reger Emailkorrespondenz mit Papa habe ich mich für ein MacBook Air 11“ 1,8 Ghz i7 mit 4GB RAM und 128 GB entschieden.
Glück: die gab es zu dem Zeitpunkt bei Mediamarkt für 100€ günstiger als direkt bei Apple…

Das Umgewöhnen fiel mir leicht. Ruck zuck hatte ich meine Programme, die ich von Windows kannte und schätze installiert, die wichtigsten Tastaturkürzel gelernt und mich in das Trackpad verliebt.

Auch hier wieder: es funktionierte einfach!
Und so vieles erklärt sich von selbst. Toll.

Bis heute habe ich zig Programme installiert und wieder deinstalliert und musste noch nicht einmal das System neu aufsetzen.
Ich klappe den Deckel auf und nach Sekunden kann ich loslegen.

Ich bin echt zufrieden und bereue den Kauf nicht. Das einzige, was ich jetzt retrospektiv anders machen würde, wäre einen „langsameren“ Prozessor zu wählen. Der i7 zieht schon ordentlich Strom – der Akku hält etwa 3h durch, danach muss das MacBook ans Netzteil.

Ich erstelle Texte und Tabellen mit dem OpenOffice-Paket, verwalte (und bearbeite) meine Bilder mit iPhoto, schaue Filme und Videos mit dem VLC Player in HD.
Ich nutze diverse Emulatoren um alte Konsolenspiele am Mac zu zocken…
Komplett kann ich allerdings nicht auf Windows verzichten ^^, für Kleinigkeiten und alte Spiele nutze ich Parallels Desktop um Windows XP zu emulieren…

Oft werde ich für meine Appleprodukte belächelt, wenn ich dann erzähle, wie zufrieden ich bin, muss ich immer dazu sagen, dass ich keine Provision von Apple bekomme 🙂
Ich komme schon schnell ins Schwärmen.

„Zu Apple bekehren“ werde ich niemanden.
Ich berichte aber gerne von meinen Erfahrungen.

Wir haben auch immer noch zwei feste Windowsrechner im Haus (einer mit XP, der andere mit Win7…), so lange man die in Ruhe lässt, laufen die auch … n__n

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