Mein Weg zum Mac 09 – Kerstin

In der neue Reihe “Mein Weg zum Mac” beschreiben Mac-User ihren ganz persönlichen Weg in die Apple Welt. Wenn auch du deine persönliche Geschichte darüber schreiben möchtest, hinterlasse einfach einen Kommentar. Ich komme dann auf dich zu.

wann hast du das erste Mal von Apple gehört

Ehrlich, keine Ahnung. Am Ende meines Studiums Mitte der 90er hatte das Institut, für das ich als Hiwi arbeitete, Macs angeschafft, auf denen wir mit Mosaic die ersten Schritte ins WWW unternahmen. Sonst kannte ich nur drei Leute, die einen Mac besaßen: einen Kommilitonen, der Musik machte und für seinen Mac einen abartigen Preis bezahlt hatte, den Mithiwi, der in einem Computershop jobbte, und meinen Mitbewohner, der seine Diss auf einem Powerbook abtippte. Dieses Teil war so teuer gewesen, dass ich keinen Gedanken daran verschwendete, jemals einen Mac besitzen zu wollen. Außerdem war das die Zeit, als Apple-Läden, deren Namen mir nicht mehr einfallen, hässliche Klone verkauften, die nicht viel besser als meine Windows-Kiste aussahen. Selbst als ich schon in Amt und Würden war, hätte ich niemals so viel Geld für einen Rechner ausgegeben, obwohl mir die Powerbooks, die der Gravis-Laden ums Eck anbot, gefielen. Ich kaufte mir stattdessen einen Tower mit allem Drum und Dran, an dem ich herumbastelte und träumte davon, mich nicht mehr über Windows aufregen zu müssen.

was gab den Anlass für einen Wechsel

Zwei Gründe: Das Geld auf dem Konto nahm zu und die ersten iPods waren auf dem Markt. Ich wurde schwach und gab einen Haufen Geld für meinen ersten iPod aus. Dann dauerte es nicht mehr lange und ich kaufte mir ein iBook. Ich arbeitete eine Woche damit und war für die Windows-Welt verloren. Der Win-Tower war natürlich immer noch da, der Desktop musste jedoch Apple-like aussehen. Noch ein Jahr und der erste iMac zog ein. Den Rest kann ich mir sparen: vom Mini, iPhone bis zum iPad war irgendwann alles dran.

Wie reagierte das Umfeld oder war es egal

Da ich ab 2003 in der Apple-Welt unterwegs und von einer reinen Windows-Monokultur umgeben war, galt ich als Exot. Man fragte mich besorgt, ob das alles überhaupt kompatibel sei. Zuhause steckte mein Enthusiasmus an und die bessere Hälfte wechselte ebenfalls die Seiten. Über die Jahre kamen einige Kollegen dazu, selbst der Windows-Nerd schlechthin empfiehlt mittlerweile Apple-Geräte (Windows 8 macht’s möglich!). Es gibt jedoch einige, die sich über jeden Apple-Bashing-Artikel freuen, mit diesem Hab ich es nicht schon immer gesagt-Grinsen.

Hast du danach missioniert, sprich, Freunde oder Bekannte versucht auch zu einem Wechsel zu bewegen?

Hab ich, mit Erfolg. Irgendwann hab ich mich geweigert, für Windows-Kisten Support zu leisten. Ehrlich gesagt finde ich mich in der Windows-Systemsteuerung nicht mehr zurecht. Das zieht!

Welche App möchtest Du nicht mehr missen

Devonthink Pro Office, 1Password, Scrivener (OK, gibt es jetzt auch für Windows), Alfred…die Liste ist lang! Jedes Mal, wenn ich im Job an einem Fremd-Rechner sitze, vermisse ich sie, samt den vielen Kleinigkeiten, die OSX und iOS zu bieten haben.

Wo siehst du die Stärken und Schwächen von Apple

Es funktioniert einfach (mal abgesehen von Office, das in seiner Umständlichkeit und Überladenheit nervt und wie früher Wutausbrüche auslöst- leider geht es nicht ohne). Ich habe keine Zeit mehr, mich mit Neuinstallationen, Treibern und versteckten Untermenüs herumzuschlagen. Und gut aussehen tut das Zeug auch.
Die Schwächen sind allseits bekannt. Und wenn ich die Preise für den neuen 27-iMac sehe, bekomme ich die Krise, weil mein 24-er bald fünf Jahre alt wird.

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