Mein Weg zum Mac 10 – Bernd

In der neue Reihe “Mein Weg zum Mac” beschreiben Mac-User ihren ganz persönlichen Weg in die Apple Welt. Wenn auch du deine persönliche Geschichte darüber schreiben möchtest, hinterlasse einfach einen Kommentar. Ich komme dann auf dich zu.

Mein Weg zu Apple war ein mehrfacher. Zuerst habe ich diesen SE 30 gesehen – das war ca. 1987/88. Der SE 30 war der „Ur-Macintosh“, aber schon mit Diskette und Festplatte (10 MB?). All-in-One mit einem sehr intuitiv bedienbaren Betriebssystem. Das alles im universitären Umfeld – dort hatten wir schon frühzeitig die Vorteile des MacOS entdeckt und genutzt. Gerade bei der Textverarbeitung war damals™ schon weitgehend ein WYSISYG möglich – davon konnte man bei Microsoft nur träumen …

Aus finanziellen Gründen konnte ich mir privat einen Mac noch nicht leisten. Das ging erst später, als ich etwas Geld verdient habe. Mein erster Mac war dann auch ein Notebook: Ein PowerBook 165. Sehr praktisch – konnte ich mit ins Büro nehmen, wenn dort mal wieder alle Computer besetzt waren … Das PowerBook hat mich während der Promotionsphase stetig begleitet und auch darüber hinaus. System 7, 7.5 – das hat alles ganz gut funktioniert. BTX, Modem und Internet – alles hat das kleine Teil mitgemacht. Dann kam leider eine Zeit, in der die Macs einen schlechten Ruf hatten – dazu der weiterhin höhere Preis hat mich dann ins Windows-Lager getrieben …

2007 habe ich Apple wiederentdeckt. Ich habe eines dieser weißen MacBooks gesehen – und wollte dann eines haben. Es sah so viel anders und besser aus als alle anderen Notebooks, die seinerzeit auf dem Markt waren. Und ich hatte meinen Finder wieder … Das war m.E. sowieso eines der wichtigsten Dinge, die beim Mac neu waren: ein stabiles Betriebssystem – im Prinzip ein Linux-Derviat mit der mir doch so vertrauten Oberfläche. Seit dem Zeitpunkt, wo Apple zum Intelprozessor gewechselt ist, war es kein großes Problem für die Entwickler mehr, die Programme auch für Mac zu kompilieren. Damit war das große Problem „Kompatibilität“ keines mehr …

Das iPhone – das änderte alles. In der Tat, die Begeisterung für den Mac war zurück, aber dass Apple zwischenzeitlich den Musikmarkt aufgerollt hatte, war irgendwie an mir vorbei gegangen. Und jetzt die Vorstellung des iPhone: Apple baut ein Handy, wo doch dieser Markt zwischen „den Großen“ aufgeteilt schien. Sehr schnell wurde mir klar, dass es sich eigentlich nicht um ein Handy, sondern um einen Mac für die Hosentasche handelt. SOETWAS müsste ich haben …

Damit war es dann passiert. Heute „arbeite“ ich privat vorwiegend mit dem iPad, die „großen“ Dinge (Layout und Bildbearbeitung) auf einem 27“ iMac, und jederzeit Online mit dem iPhone. Alles „i“, irgendwie.

Beruflich bleibt mir keine Wahl, da muss ich mit Windows arbeiten. Da ich von meinem privaten Umfeld gerne in IT-Fragen gefragt werde, habe ich schon so manchen zu Apple überredet bzw. von Apple überzeugen können. Was mich weiterhin begeistert, ist die einfache und in sich geschlossene Bedienbarkeit. Ich bin kein Missionar – jeder soll mit den Geräten glücklich werden, mit denen er klar kommt. Auch Android ist ein gutes System – nur halt nicht für mich. Deshalb werde ich aber trotzdem kein Android-Hasser oder so etwas. Das finde ich blöde und es nervt mich ziemlich, wie teilweise im Internet argumentiert und destruktiv diskutiert wird …

Ich hoffe, dass Apple weiterhin innovativ bleibt und uns mit weiteren, praktischen und gut bedienbaren Produkten beliefern wird. Überrascht bin ich über die Ansprüche, die teilweise formuliert werden: Jedes Jahr eine völlig neue Idee, das ist einfach zu viel verlangt …

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