Nackt im Internet

Letzte Woche als ich von der Spätschicht heim kehrte, erzählte meine Freundin sie habe da so eine Sendung im ZDF gesehen über das Internet. Ok … In paar Sätzen erklärte sie auch um was es genau geht. Die Rede ist von „ZDFzoom: Hilfe, ich bin nackt“.

Facebook, Google und Apple haben zusammen mehr Daten als jedes Einwohnermeldeamt oder die Bundespolizei. Geburtstag, Freunde, Vorlieben – das alles geben deutsche Internetnutzer täglich bewusst und unbewusst preis. Die Internetkonzerne freuen sich und wollen immer mehr.

Auf investigative und unterhaltsame Weise gehen die Autorinnen den unterschiedlichsten Behauptungen, Irrglauben und Halbwahrheiten auf den Grund Sie bringen dabei so manches Vorurteil zu Fall, bestätigen aber auch den ein oder anderen Verdacht. Doch was bleibt am Ende, wenn man seine Daten nicht ungewollt preisgeben will? Müssen wir uns daran gewöhnen, nackt im Netz zu sein? Die Dokumentation gibt mögliche Antworten“

Ich hatte die Sendung noch nicht gesehen war aber Neugierig auf ersten Feedback der Bloggeria.

  • Quergedacht vetritt die These man kann nix dagegen machen, und die Politik schon mal gar nicht
  • Caschy sieht darin nur ein Haufen Klischees die „uns“ betreffen und reine Panikmache. Gerade dieses „uns“ bei dem er sich ausklammerte, stieß bei mir leicht säuerlich auf. Aber nur so am Rande.

Dank Mediathek konnte ich die Sendung einen Tag später nachsehen, und muss sagen: Jein. Nein, ich bin nicht dabei eingeschlafen, hatte aber auch keinen Pulsanstieg wegen Panikmache im RTL2 Stil. Mein Standpunkt dazu, drückt der Satz von Pixelsebi in seinem aktuellen Eintrag „Die Privatsphäre ist tot -lang lebe die Privatsphäre! am besten aus:

Er sagt:

„Nicht Technologie definiert unseren Umgang mit der eigenen und Privatsphäre Dritter, sondern unsere Gesellschaft.“

So sieht es aus.

Nett das Facebook unsere Bilder analysiert, oder Apple mitschneidet wo wir mit unserem iPhone unterwegs sind. Es sind aber Menschen die das einfach zulassen, oder wenn man es in einer höheren Instanz sehen will, „die Gesellschaft“. Technik ist genau wie Internet unmoralisch, oder anders gesagt, nicht Waffen töten Menschen, sondern Menschen mit Waffen töten Menschen. Internet ist nicht gut oder schlecht, es wird gut oder schlecht durch das was wir mit ihm machen.

Ich glaube nicht das es eine perfekte Lösung gibt, aber die Gesellschaft muss sich endlich dem Thema Privatsphäre stellen, vor allem den neuen Aspekten die jetzt dank Internet sichtbar werden.

Einfach so tun, als ob es nur mich nicht betrifft, den Kopp gleich in den Sand stecken, oder schreiend durch den Wald rennen, das kann es einfach nicht sein. Das Problem ist ja immer noch da …