Post Privacy

Oder “ich weiss was du in den letzten Sommern so gemacht hast, und auch mit wem”

Ein Thema mit dem man ganze Abende fühlen kann. Ohne sich zu wiederholen. Als Einstieg hört euch die Folge 001 des Soziopodes an “The day after privacy“. Die lässt schon erahnen das dieses ewige Mantra “Meine Daten gehören nur mir alleine” langsam verpufft. Geht jedenfalls mir so, die Frage die ich mir stelle ist daher: “wohin soll das alles führen”

Klar, der einfachste Weg wäre:

  • nicht ins Internet gehen
  • und wenn, jedes mal überprüfen, “was tue ich und welches sind die Folgen.”

Nur, wer macht das wirklich …

Ich versuche einen “neuen” Weg, indem ich Kreise bilde mit Freunden die man länger real oder digital kennt. Kreise, in denen man sich öffnen kann, ohne gleich krampfhaft cool zu wirken. Außerdem, vertrete ich immer mehr die Meinung “Privat is the new social”.

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12 Responses to Post Privacy

  1. Stefan says:

    Aha und mit diesen besagten “Kreisen” spielst du nicht zufällig auf Google+an oder?

    • Jürgen says:

      Nee. Überlege sogar Google+ still zu legen, Facebook auch. Brauch man das wirklich … ? :grins:

      • Stefan says:

        Brauchen tut man es sicherlich nicht, schon gar nicht zum Bloggen, das ging auch vorher ohne auch mit dem bekannt machen und werden. 😉

        Da ich eh nur Twitter rein passiv und als Linkschleuder nutze und bei G+ nur ab und an mal bin, weil es ein Ersatz für FB für mich ist der besser funktioniert, ist das eh Wurscht.

        Selbst wenn du diese Dienste alle samt kündigst, die Daten von dir speichern die trotzdem, ganz gleich was die schreiben in den AGB oder sonst wo. Zudem “vergisst” das Internet auch nix und selbst wenn bemerkt das kaum einer weil die Daten X mal schon kopiert worden sind.

  2. JürgenHugo says:

    Ganz kann man das nicht verhindern – aber wenigstens ein bißchen. Hängt natürlich von den Gegebenheiten ab: der Caschy kann sich nicht mehr verstecken – dazu sind zuviele Fotos von ihm im Net.

    Auch die Jasmin könnte man “rausfinden”, da sind auch Fotos vorhanden (na, ich hab ja eh ein paar von ihr) – ich glaube aber nicht, das von mir ein Foto im Net frei zugänglich existiert, auf dem man mich erkennt.

    Bei anderem halte ich das private “unter der Decke”: einiges würde ich zwar einigen realen + digitalen Bekannten erzählen, aber beileibe nicht jedem, der sich selbst als “Freund” aufdrängelt… :/

    • Jürgen says:

      Bei Caschy Lobo und Co, ist das auch der Preis bekannt zu sein. Interessant ist auch, wenn ich neue Leute kennen lernen google ich sie mal. Vorher gab es das nicht …

  3. Patrick S. says:

    > liegt die Spackeria richtig und wir sind “nicht Kunden sondern Datenlieferanten“

    Sich selbst als Kunden zu sehen, wenn man dafür keine monetäre Gegenleistung erbringt ist auch arg weit hergeholt.
    Tatsächlich sind Facebook-Nutzer weder Kunden noch Lieferanten. Sie sind eher eine Mischung aus Beidem. Kunden, weil sie eine Plattform kostenlos für ihre Interessen nutzen können (also eine Dienstleistung beziehen) und Lieferanten, weil sie diese nicht direkt bezahlen, sondern stattdessen einen Rohstoff zur Verfügung stellen.
    Fragwürdig ist hierbei, ob das tatsächlich so dreckig und böse ist, wie es immer unterstellt wird. Das scheint mir auch die Essenz des Artikels in der Schickeria zu sein, den du so gar nicht aufgreifst. Ist es nämlich nicht, jedenfalls nicht in der Beziehung zwischen Benutzer und Facebook, weil es hier zum Einen eine Dienstleistung gibt und zum Anderen das Geflecht durch seine Nutzungsbedingungen vergleichsweise transparent ist.

    Ein ganz anderes Problem bei Facebook ist aber, dass du als gänzlich Unbeteiligter, also jemand, der sich nie bei Facebook angemeldet hat und somit nicht den Nutzungsbedingungen zugestimmt hat, ggf. auch Daten lieferst und das nur bedingt kontrollieren kannst.

  4. Jürgen says:

    Zu meiner Verteidigung: ich lese mich langsam richtig in das Thema rein.

    Ich glaube deine Sicht “Lieferant & Nutzer” trifft es ganz gut. Klar, wenn du dich auf den Markst stellst und rufst “Facebook ist doof” findest du wahrscheinlich keine Hörer. Daher wird immer dramatisiert, überspitzt aber in der Regel steckt auch ein Funken Wahrheit dahinter.

    • Patrick S. says:

      Dieser ganze Hype um Facebook ist ja auch so extrem, dass man damit locker Hörer finden kann. Denn auf der einen Seite stehen die Unmengen an Nutzern und auf der anderen Seite die Leute, die Privacy zum höchsten Gut erkoren haben, das sie verteidigen, als gäbe es keine andere Probleme mehr auf der Welt. Beide Parteien tragen zu dem Hype bei. Erstere haben aber eher eine “Mir egal”-Einstellung und klar ein “Facebook ist doof” greift hier nicht, außer eventuell über den üblichen Beißreflex. Mit genügend Provokation erreicht man hier natürlich mehr. Die zweite Partei dagegen greift jede kleine Aussage, die sie bestätigt, auf als ob es der Schluck Wasser nach einer langen Wüstenwanderung wäre.

  5. Stefan says:

    Gegen Apple, Facebook und Co. einfach plump Provokationen raushauen bringt auch ne Menge, wenn auch meinst das übliche Fanboy geflame.

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