Lesetipp: Postmediale Wirklichkeiten

In diesem Sammelband setzen sich die Autoren: Prof. Dr. Stefan Selke, Prof. Dr. Ullrich Dittler mit dem Thema auseinander: wie sehen Medien in der Zukunft aus und wie verändern sie unser Leben. Positiv oder auch Negativ. In 11 Essays beleuchten sie, zusammen mit Gastautoren, das Thema aus verschiedenen Perspektiven: Soziologisch, Technisch, Wirtschaftlich.

Das Buch liest sich gut, hat praktischerweise jede Menge Fußnoten, so das man zu den einzelnen Betrachtungen noch leicht weiteren Lesestoff findet.

Von den Essays haben mir 2 am besten gefallen:

„Digitale Urbanisierung: Von der Überwachung zu Überbelichtung der Stadt. Florian Rötzer“

Das Stichwort lautet hier: Das Chinesische Projekt „Goldener Schild“.
Wobei man aber gar nicht mal soweit schauen muss. Auch London und seine unzähligen Überwachungskameras ist kein Garant für eine sicheres Leben.

„Interaktion als mediale Aneignungsform. Wolfgang Taube“

Stichwort: iPhone 😉 und die Wii.

Klingt banal ist aber bei nähere Betrachtung so, beide sind revolutionäre Interaktionsformen. Befehle oder Kommandos werden mit Gesten ausgeführt ( Wii ), der menschliche Körper ( 1 der mehrere Finger ) wird in die direkt Interaktion mit dem Gerät eingebunden.( iPhone )

Erschienen ist es bei Telepolis, kostet 19 Euro und ist bestellbar im dpunkt.verlag oder auch über eMedia. Natürlich hat Amazon es auch im Angebot.
Bevor ich es noch vergesse: ein herzliches Dankeschön an den d.punkt Verlag für das kostenlos Rezensionsexemplar.