Toyota, Vertrauen und Lifelink

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, entschuldigte sich der Toyota Vorstandsvorsitzende Akio Toyoda, über den Ärgern den zur Zeit Toyota-Kunden haben.

Einige Modelle der Marke: iQ, Auris,Yaris, Corolla, RAV4, Aygo, Verso, Avensis haben Probleme mit dem Bremspedal und wurden zurückgerufen. Leider sind es nicht 10.000 oder 100.000, sondern alleine in Europa 1,8 Millionen. Weltweit sogar über 8 Millionen Autos.

Ein großer Vertrauensverlust für Toyota. Schließlich sind sie bekannt als Hersteller zuverlässiger Autos. Wobei man auch sagen muss, die defekten Teile wurden bei der Zuliefererfirma CTS eingekauft und man könnte auch recht schnell denen die Schuld zuschieben. ( würde man in Europa locker machen )

Aber nicht in Japan, da ticken die Uhren anders was das Thema Arbeit betrifft.


Japaner sind, überspitzt gesagt, quasi mit ihrer Firma verheiratet. Sie arbeiten hart, nehmen selten Urlaub und haben ein Tabuthema das man in der westlichen Welt selten trifft. Selbstmord. Beruflicher Selbstmord.

Einige Quellen, sprechen von alle 15 Minuten ein Selbstmord, wobei ich das schon sehr überzogen finde. Fakt ist, es wurde vor Jahren eine Organisation gegründet "Lifelink" die Angehörige von Verstorbenen betreut.

Warum wählen Japaner den Freitod ? Stress auf Arbeit, Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes, Angst als Verlierer der Gesellschaft abgestempelt zu werden. Es herrscht ein hoher Druck auf dem Arbeitsmarkt, die Zeiten sind vorbei wo man ein Leben lang nur in einem Betrieb arbeiten konnte. Außerdem betreten jedes Jahr hoch qualifizierte Japaner den Arbeitsmarkt.

Laut Lifelink, ist es eine Verkettung die tödlich enden kann. Man verliert seinen Job, überschuldet sich, erleidet einen familiären Ansehensverlust und sieht nur noch eine Lösung aus diesem Kreis.